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Dâs khört uffgschriewa – Das Dertinger Dialektwörterbuch
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Dâs khört uffgschriewa – ehr die „Alda” austarwa. Seit vielen Jahren wird darüber gesprochen, dass man alte Wörter und Sprichworte aufschreiben sollte. Den Dertinger Dialekt konservieren für die Ewigkeit, das war der Wunsch vieler Einwohner. Ich habe zuerst damit begonnen, genau hinzuhören, wenn sich Leute im Dialekt unterhalten haben. Ich habe gesammelt und aufgeschrieben, mit einigen Leuten diskutiert und im Frühjahr 2006 konnte ich den ersten Band des Dialektwörterbuchs herausbringen. Zu Weihnachten 2007 gab es den zweiten Teil. Dieses Jahr – 2009 kommt der dritte und wahrscheinlich letzte Band „Dâs khört uffgschriewa“ heraus. Ihre Nadine Strauß |
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| Dâs khört uffgschriewa – der Name ist Programm! | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Dâs khört uffgschriewa - Dridda Dääl (Neuerscheinung 2009) |
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Dâs khört uffgschriewa (aus dem Jahr 2006)
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Dâs khört uffgschriewa - Zwädda Dääl (2007)
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Erhätlich sind die drei Büchlein bei: Nadine Strauß Obere Straße 28 97877 Wertheim-Dertingen Tel. 09397/929259 E-Mail: dertingen@gmx.de Kosten pro Buch 3,- €, bei Versand wird eine Pauschale von 1,- € berechnet und die Lieferung erfolgt nach Vorauskasse. |
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Hier kommen Sie zum Dialekt-Hörbuch „Dâs khört khört“ |
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| Zur Herausgabe des zweiten Teils erschien folgender Zeitungsartikel in den Fränkischen Nachrichten, der uns freundlicherweise von Herrn Lechner (FN) zur Verfügung gestellt wurde: | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Heimatkunde: Nadine Strauß hat ihr zweites Dertinger Wörterbuch herausgebracht
Den Leuten genau auf den Mund geschaut Von unserem Redaktionsmitglied Timo Lechnerdertingen. „Das khört uffgschriewa” (auf Hochdeutsch: „Das gehört aufgeschrieben.”) – Diesen Satz hörte Nadine Strauß viele Jahre lang in ihrer Heimat Dertingen, wenn wieder einmal eine typische Redewendung über die Lippen eines Einwohners kam oder jemand ein Wort aussprach, wie man es nur am Mandelberg kennt. Irgendwann hat die heute 29-jährige Dertingerin dann auch damit begonnen, solche Formen des Dialekts aufzuschreiben, auf kleinen Zetteln, die sie über viele Jahre hinweg in einen Schuhkarton steckte. Dann kamen die Heimattage nach Wertheim und Nadine Strauß eine Idee: Ein kleines Buch mit Dertinger Wörtern sollte als ein Beitrag des Weindorfs entstehen. Und so geschah es auch. Damit hatte sie so großem Erfolg, dass die 29-Jährige pünktlich zum Dertinger Weihnachtsmarkt am Sonntag, 2. Dezember, den „zwädda Dääl” (zweiten Teil) herausbringt. „Ich bin keine Dialekt-Mutter Teresa”, winkt Strauß im FN-Gespräch gleich von vorne herein ab. Doch viele Dertinger danken ihr die Mühe, mittlerweile gut 800 Begriffe und zahlreiche Redewendungen aus der Mandelberggemeinde zusammengetragen zu haben. Jedoch will sie sich nicht allzu sehr im Vordergrund sehen. „Weil’s sonst keiner macht” lautete vor anderthalb Jahren ihre Begründung, wieso die junge Frau in Eigenregie die Zettel aus ihren Karton sortiert und die Begriffe übersichtlich auf 50 Seiten angeordnet hat, damit zum Kopier-Shop und zum Buchbinder gegangen ist. Mit Leib und Seele „Ich bin mit Leib und Seele Dertingerin und fände es einfach schade, wenn viele ureigenen Wörter mit dem Tod der Leute verloren gehen, die sie sprechen”, sagt die gelernte Industriekauffrau, die im vergangenen Jahr mit ihrem ehrgeizigen Buchprojekt „Unterwegs mit Sisi” bereits in der Region einen gewissen Bekanntheitsgrad erlangte. Nachdem Teil 1 des Dialektwörterbuchs reißenden Absatz fand und mittlerweile in den meisten Dertinger Haushalten zu finden ist, bekam die Hobby-Sprachforscherin Schützenhilfe aus dem ganzen Dorf: Jede Menge Bürger versorgten und versorgen immer noch die 29-Jährige mit neuen Begriffen, die sie zusammengetragen haben. „Einer hat sich sogar in den Stall, in die Küche und in die Garage Zettel und Stift bereitgelegt, um gleich das Wort aufzuschreiben, wenn es einfällt”, erklärt Strauß. Das sei auch wichtig, denn so schnell wie ein Dialektbegriff ausgesprochen ist, ist er wegen seiner eigentlichen Selbstverständlichkeit auch schon wieder vergessen. „Hirn aus und sich darauf einlassen”, laute die Gebrauchsanweisung für jeden, der sich das kleine Buch zu Gemüte führt. Nicht akribisch wissenschaftlich geht es darin zu, sondern unterhaltsam. So erfährt der Leser zum Beispiel, dass ein „Bammgaul” ein Schaukelpferd ist oder als eine „Oaschl” eine Frau bezeichnet wird, die etwas Dummes gesagt hat. Genau hinhören muss man bei folgenden drei, recht ähnlichen Wörtern: „Blaadla”, „Bladdla” und „Bladdle” bezeichnen ein Stückchen Papier, einen kleinen Teller und Fliesen. „Wie man diese lautmalerisch nachempfundenen Wörter nun wirklich schreibt, ist eine Streitfrage für sich”, ist sich Nadine Strauß bewusst. Interessant sei auch, welche Geschichten hinter bestimmten Begriffen stehen. So ist eine „lohnfrämme Frau” auf den ersten Höreindruck eine „lohnfremde Frau”. „Früher lernte man neue Dorfeinwohner beim Abholen des Lohnes kennen”, erklärt Strauß diese Redewendung. Noch heute bezeichnet man in Dertingen damit Personen, die durch das Dorf laufen, die aber niemand kennt. „Schwierig wird es bei gerade diesen Begriffen, die nicht eins zu eins übersetzt werden können. Aber gerade die machen die dialektale Untersuchung interessant und lassen teils Rückschlüsse auf Geschichtliches ziehen”, so die 29-Jährige. Kochrezepte Als Schmankerl hatte Nadine Strauß beim ersten Büchlein noch alte Dertinger Lieder und Sagen an ihre Wörtersammlung angehängt. Diesmal gibt’s als Dreingabe original Dertinger Kochrezepte, natürlich in Dialektsprache, sowie eine Landkarte der Region, auf der die Ortsnamen ebenfalls dem Volksmund nachempfunden sind. Dass man in „Wadda” (Wertheim), „Linnlbach” (Lindelbach) oder „Beddinga” (Bettingen) auch so manchen Begriff ebenso verwendet und versteht wie in Dertingen, ist der Autorin klar. In erster Linie sei das Büchlein für Dertingen gemacht, aber wegen der Vielfältigkeit für die gesamte Sprachregion interessant. Übrigens ist der Sprachwortschatz anscheinend immer noch nicht erschöpft, wie die Autorin verrät: „Ich habe schon wieder 20 neue Wörter.” |
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