
Neue Führungsmannschaft der Feuerwehr Dertingen vlnr: Stadtbrandmeister Torsten Schmidt, Abteilungskommandant Martin Holzhäuser, Leiter Altersmannschaft Stefan Tiederle, Stellv. Abteilungskommandant Stefan Diehm
Dertingen, 04. Januar 2026 – Zur Generalversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Dertingen für das Berichtsjahr 2025 begrüßte der Kommandant Stefan Tiederle zahlreiche aktive und passive Mitglieder. Besonders willkommen geheißen wurden Ortsvorsteher Bernhard Schneider, Stadtbrandmeister Thorsten Schmidt, Ehrenkommandant Theo Friedrich sowie die Ehrenmitglieder der Wehr.
Nach der Bestätigung der Tagesordnung gedachte die Versammlung in einer Schweigeminute der im Jahr 2025 verstorbenen Feuerwehrkameraden Günter Flegler, Reiner Häuslein und Kurt Stollberger. Ihnen sowie allen verstorbenen Kameraden wurde ehrend gedacht.
Im Anschluss verlas der stellvertretende Abteilungskommandant Martin Holzhäuser das Protokoll der letzten Generalversammlung.
Der Tätigkeitsbericht 2025 des Kommandanten zeigte ein ereignisreiches Jahr: Neben zahlreichen gesellschaftlichen und kameradschaftlichen Veranstaltungen wie der Mitarbeit am Weinfest, Brückenschoppen, Feuerwehrfesten befreundeter Wehren und dem Besuch des Feuerwehrmuseums in Stuttgart standen vor allem Ausbildung und Übungsdienst im Fokus. Insgesamt wurden 15 Übungen durchgeführt, darunter fünf Atemschutzübungen. Im Jahr 2025 rückte die Feuerwehr Dertingen zu acht Einsätzen aus, überwiegend Brandmeldealarme (BMA). Dabei wurde betont, dass auch bei automatischen Alarmierungen stets mit einem realen Brand gerechnet werden müsse, wie ein Einsatz eindrücklich zeigte. Auch im Bereich Ausbildung konnte Positives berichtet werden: Julius Schmidt absolvierte erfolgreich den Truppmann Teil 1, Jan Kraft und Gustav Schmidt schlossen ihre Truppführerausbildung ab. Zudem wurde Ende des Jahres die Alarmierung vollständig auf digitale Funkmeldeempfänger umgestellt. Eine Alarmierung über Sirene ist nun nicht mehr möglich. Zum 1. Januar 2026 zählt die Freiwillige Feuerwehr Dertingen insgesamt 136 Mitglieder, darunter 24 aktive Feuerwehrangehörige sowie 22 Mitglieder der Jugendfeuerwehr.
Ein besonderer Programmpunkt war der Rückblick des Abteilungskommandanten Stefan Tiederle auf seine 20-jährige Tätigkeit, in dem er die wichtigsten Punkte seiner Zeit an der Führungsspitze Revue passieren ließ. Die drei herausragendsten Punkte waren dabei die Gründung der Jugendfeuerwehrabteilung, die Einsatzbelastung während des Ausbaus der Autobahn BAB A3 sowie die Schwierigkeiten während der Pandemiephase.
Es folgten Berichte aus der Jugendfeuerwehr durch Jugendgruppenleiter Martin Holzhäuser. Die Jugendfeuerwehr Dertingen konnte im letzten Jahr 4 weitere Jugendliche gewinnen, jedoch sind auch 3 Mitglieder nach Wertheim Stadt gezogen, wovon einer der Feuerwehr treu blieb, bereits seine Grundausbildung absolviert hat und dort in der aktiven Wehr tätig ist. Des Weiteren wurden bei der letzten Generalversammlung 2 Jugendliche in die aktive Wehr aufgenommen. Die Jugendfeuerwehr umfasst derzeit 22 aktive Mitglieder im Alter von 9 Jahren bis 17 Jahren, darunter 3 Kameradinnen. Die Jugendfeuerwehr absolvierte in diesem Jahr 26 Übungen, außerdem nahm die Jugendfeuerwehr an 3 Übungen der aktiven Wehr teil. Das Einsammeln der Christbäume erfolgte am 11.01.2025, außerdem nahmen die Jugendlichen an Müllsammel- und Umweltschutzaktionen teil.
Die Jugendfeuerwehr Dertingen präsentierte sich am Weinfest-Kindernachmittag durch eine Löschübung und Geschicklichkeitsspiele für die Besucher und war zahlreich an der Hauptversammlung der Jugendfeuerwehr Wertheim vertreten. Im Juli nahm man mit 2 Gruppen als am Jugendwandertag in Homburg teil wodurch die Verbundenheit und Zusammenarbeit mit den bayrischen Nachbarwehren unterstrichen wurde. Im September war man auf dem Zeltlager der Jugendfeuerwehr in Mondfeld vertreten und beteiligt. Mit 22 Jugendlichen stellt Dertingen mit die größte Jugendfeuerwehr in Wertheim. Aufgrund der Anzahl an Jugendlichen wird aktuell in 2 Löschgruppen oder in 3-4 Stationen ausgebildet. Eine der größten Herausforderungen ist nach wie vor der Transport der Jugendlichen. Für Übungen innerorts können nur Objekte in Laufnähe gewählt werden, um den Überblick und die Sicherheit zu gewährleisten. Es ist nicht unüblich, dass Jugendliche auf Grund der Schulzeiten, Busverbindungen oder Fahrschule zur Übung nachkommen. Bei Übungen in den Randbereichen der Ortschaft kann nur in Kleingruppen geübt werden. Für größere Übungen, Versammlungen und Veranstaltungen außerorts muss immer auf Privatfahrzeuge zurückgegriffen werden.
Jugendgruppenleiter Martin Holzhäuser dankte Luise Schmidt, Stefan Diehm, Jan Kraft, Gustav Schmidt und Christian Zapf für die Unterstützung und den Jugendlichen für die Beteiligung und Motivation. Später wurde ergänzt, dass sich trotz der Neuwahlen keine Änderung für die Jugendfeuerwehr ergeben, Martin Holzhäuser und Stefan Diehm bleiben die verantwortlichen Jugendgruppenleiter.
Dem Kassenbericht durch Kassier Helmut Schmidt folgte die Entlastung durch die Kassenprüfer Egon Beuschlein und Christian Zapf.
Bei den Ehrungen wurde Stefan Tiederle für 40 Jahre aktiven Feuerwehrdienst durch Stadtbrandmeister Torsten Schmidt ausgezeichnet. Beförderungen erhielten Julius Schmidt zum Feuerwehrmann sowie Jannik Flegler, Jan Kraft und Gustav Schmidt zum Oberfeuerwehrmann.
Stefan Tiederle stand nach 20 Jahren an der Spitze der Abteilungsführung nicht mehr zur Wahl. Im Rahmen der Wahlen wurden Martin Holzhäuser als Abteilungskommandant und Stefan Diehm als stellvertretender Abteilungskommandant einstimmig gewählt. Stefan Tiederle wurde zum Leiter der Altersabteilung gewählt. Die bisherigen Kassenprüfer wurden erneut im Amt bestätigt.
Es folgten Danksagungen an Stefan Tiederle und Grußworte durch Martin Holzhäuser, Ortsvorsteher Bernhard Schneider, Ehrenkommandant Theo Friedrich sowie Stadtbrandmeister Torsten Schmidt.
Schmidt informierte zudem über den aktuellen Stand zu einem neuen Feuerwehrhaus in Dertingen. Ortsverwaltung und die bisherige Feuerwehrführung waren die letzten Monate erneut sehr aktiv und konnten der Stadt Wertheim erneut ein mögliches Mietobjekt präsentieren. Hierzu laufen seit Sommer 2025 die Gespräche und Planungen. Das potentielle Mietobjekt dient als Zwischenlösung bis ein Grundstück für einen Neubau gefunden ist. Das bisherige Feuerwehrhaus muss auf Grund der Größe, Lage und des Zustandes ersetzt werden. Mit der Finalisierung des temporären Feuerwehrhauses kann auch eine Fahrzeugbeschaffung für das neue Fahrzeug (TSF-W) angestoßen werden. Das bisherige TSF ist bereits 25 Jahre im Dienst, das Neufahrzeug kann auf Grund der Größe und des Ausrückweges nicht mehr im derzeitigen Gebäude untergebracht werden.
Torsten Schmidt zeigte sich überzeugt, dass die Verhandlungen zur geplanten Zwischenlösung in absehbarer Zeit zu einem positiven Abschluss gebracht werden können.
Beim Tagesordnungspunkt Wünsche und Anträge wurde die mangelhafte Pflege des Ausrückeweges diskutiert. Im vergangenen Jahr wurde hier zwar von der Stadt etwas ausgebessert, allerdings gibt es wieder keinen Räumdienst, der den Weg von Schnee und Eis befreit. Bei den momentanen Witterungsverhältnissen eigentlich ein untragbarer Zustand.
Nach Bekanntgabe neuer Termine für 2026 und einer kurzen Information durch die neue Abteilungsführung schloss Stefan Tiederle die Versammlung.