Nachruf Ehrenbürger Walter Baumann

Die Bezeichnung „Urgestein“ ist im Zusammenhang mit seinem Namen häufig gefallen: Walter Baumann, Ehrenbürger von Dertingen, ist nun im Alter von 97 Jahren gestorben. Bis vor Kurzem war er mit klarem Verstand und regem Interesse seinem Heimatort, aber auch der Tagespolitik aufmerksam verbunden.

Bekannt wurde Walter Baumann in den vergangenen Jahren vor allem als Autor, dem es darum ging, die vielseitigen Erfahrungen und Erinnerungen eines langen Lebens für die Nachwelt festzuhalten. Immer wieder tauchte sein Gesicht in Zeitungsartikeln auf, aus denen man einen Einblick in seine vielseitigen Aktivitäten erhalten konnte.

Geboren wurde Walter Baumann am 16. Mai 1924 in Dertingen. Obwohl der Pfarrer ihm den Wechsel aufs Gymnasium empfohlen habe, sei er in die Fußstapfen des Vaters getreten und Landwirt geworden. Drei Tanzveranstaltungen im Jahr habe es in Dertingen gegeben, auf die hin man gefiebert und anschließend noch lange darüber gesprochen habe, schilderte Baumann seine Kinder- und Jugendzeit.

1942 wurde er zur Wehrmacht eingezogen. Seine Kriegserlebnisse bis zur Entlassung aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft 1945 fasste er anschaulich im Buch „Erinnerungen an Jugend- und Kriegsjahre“ zusammen. Der Leser erhält einen sehr persönlichen Einblick, welche Schrecken des Zweiten Weltkriegs auf der Grundlage von Notizen in seinem Taschenkalender geschildert werden.

1947 heiratete er Marie Baumann, geb. Diehm, mit der er 2017 das Fest der Gnaden-Hochzeit begehen durfte. Aus der Ehe gingen ein Sohn und zwei Töchter hervor.
Die Anfangsjahre in der eigenen Landwirtschaft schilderte Walter Baumann als entbehrungsreich: Wohlstand habe es nicht gegeben und Orangen habe man nur vom Sehen gekannt.

Der Weinbau habe in den 1950er Jahren zu einem Zusatzverdienst bei vielen landwirtschaftlichen Betrieben in Dertingen geführt, so auch bei ihm. Ab 1953 war er als Vorsitzender der Rebflurbereinigung „Dertinger Mandelberg“ maßgeblich am Ausbau der Weinlage beteiligt. Walter Baumann war Gründungsmitglied der Winzergenossenschaft und noch lange nach seinem Renteneintritt 1989 aktiv im Weinberg tätig. Seine lebenslange Verbundenheit zum Weinbau brachte er in vielerlei Weise zum Ausdruck. In einem Buch blickte er auf „Die Geschichte des Weinbaus“ in Dertingen zurück. Gedichte, Geschichten, Trinksprüche, Lieder und Gedanken zum Wein, die er eigenen Angaben zufolge in 664 Weinproben zum Besten gab, fasste er im Buch „Dort wo an Hängen wächst der edle Wein“ zusammen.

Mit Unterstützung seines Sohnes Herbert verfasste der Verstorbene noch 2020 und im vergangenen Jahr „Fränkische Dorfgeschichten“ zum Leben und Brauchtum in Dertingen. Der Anhang des Buches ist gefüllt mit selbst komponierten Liedern und Melodien, in Notenschreibweise für das von ihm gespielte „Schifferklavier“.
Das gesellschaftliche Miteinander im Ort sowie das Vereinsleben waren Walter Baumann ein großes Anliegen, was aus seinen zahlreichen Aktivitäten deutlich wird. 1951 wurde er Gemeinderat der damals selbstständigen Gemeinde Dertingen. Nach der Eingemeindung 1972 blieben sein Rat und seine Meinung bis 1980 als Ortschaftsrat gefragt.

Bereits 1966 wurde er Ehrenvorsitzender des Wein-, Obst- und Gartenbauvereins, dessen Leitung er 16 Jahre innehatte. Für sein diesbezügliches Engagement erhielt er 1986 die Goldene Ehrennadel des Landesverbands für Obstbau, Garten und Landschaft.

1979 folgte der Ehrenvorsitz beim damaligen Männergesangverein Liederkranz, 1992 die Ehrenmitgliedschaft bei der Freiwilligen Feuerwehr.
1973 gehörte er zu den Mitbegründern des weit über die Ortsgrenzen bekannten Dertinger Weinfests.
Zu seinem 80. Geburtstag wurde sein gesellschaftliches Engagement 2004 mit der Ehrenbürgerwürde seines Heimatorts Dertingen gewürdigt.

Bis ins hohe Alter besuchte er Vereinsversammlungen, öffentliche Sitzungen des Ortschaftsrats sowie Gemeindeversammlungen der Kirchengemeinde. Aufgrund seines Alters, seiner Erfahrungen und der Lebensleistung hatte sein Wort Gewicht und regte immer wieder zum Nachdenken an. Bis zu den Einschränkungen durch die Pandemie war für Walter Baumann der Seniorenkreis ein willkommener Anlaufpunkt für den Austausch, die Begegnung und das gesellige Beisammensein bei Gedichten und Liedern.

Auf den von Nadine Strauß herausgegebenen Dialekt-Hörbüchern bleiben seine Stimme und sein Humor der Nachwelt erhalten, wenn er von der aufregenden Konfirmation 1939 berichtet oder vom täglichen Ritual des Hühnerfütterns.

Mit Walter Baumann verliert Dertingen einen wichtigen Zeitzeugen, der die Ortschaft in vieler Hinsicht geprägt und vorangebracht hat.

Steffen Baumann

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„Historisches Dertingen“ – heute wurden in Dertingen 16 Schilder aufgestellt, die auf historische Begebenheiten hinweisen

„Historisches Dertingen“ - 16 Schilder weisen auf historische Begebenheiten hin

„Historisches Dertingen“ – 16 Schilder weisen auf historische Begebenheiten hin

Liebe Mitbürger,

vielleicht habt Ihr uns heute früh gesehen, als wir im Dorf unterwegs waren und Schilder aufgehängt haben. Unter der Überschrift „Historisches Dertingen“ entstanden für unseren Ort 16 Schilder, die auf historische Begebenheiten hinweisen.

Sie informieren nicht nur über den Ort / das Gebäude, die meisten bieten auch noch interessante Zusatzinfos. Von manchem haben auch die Dertinger bestimmt noch nichts gehört.

Wir sind gerne bereit, noch weitere Schilder zu erstellen und anzubringen, falls Euch noch etwas einfällt. Wichtig dabei ist, dass es auch Informationen dazu gibt. Das Rathaus z.B. hat kein Schild bekommen, weil wir dazu einfach überhaupt nichts wissen. Andererseits hat die Dreschhalle ein Schild bekommen, weil es dazu eine Notiz in der Ortschronik gibt.

Wenn ihr also was habt, gerne her damit. Allerdings muss es dazu auch ein paar (fundierte) Informationen geben.

Am besten wendet Ihr Euch direkt an Nadine Strauß. Sie hatte die Idee, hat sehr viel Zeit mit Recherchen verbracht und die Schilder auch erstellt. Vielen Dank dafür.

Auf der Karte könnt ihr die Standorte sehen.

Ortsvorsteher
Egon Beuschlein

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Mundartweg zum Dertinger Dialekt eröffnet

Liebe Dertinger und der Rest der Welt,

Der Dertinger Mundartweg ist eröffnet. Leider ohne Fest, aber das holen wir nach.

Seit heute findet Ihr am Wââl entlang und in der „Rathausgasse“ 22 Tafeln zum Dertinger Dialekt.

Vergesst nicht, Euer Smartphone mitzunehmen. Auf einigen Tafeln ist der Dialekt nämlich auch zu hören und manchmal sogar zu sehen.

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Klopapier-Challenge in Dertingen


In den Sozialen Medien kursiert zur Zeit eine „Klopapier-Challenge“ bei der auch schon verschiedene Dertinger Vereine lustige Videos gedreht haben:

→ Jugendfeuerwehr Dertingen

→ Mandelzwerge Dertingen

→ Fanfarenzug Dertingen

→ Kickers DHK Wertheim (funktioniert nur mit facebook Account)

Wenn ihr noch weitere Videos von Dertinger Vereinen kennt würd ich mich über eine Nachricht freuen ;-)

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Wahlergebnisse für Dertingen und Wertheim

Hier finden Sie alle Wahlergebnisse der Europa- und Kommunalwahl 2019 in Dertingen:

→ gesamte Wahlergebnisse Europawahl 2019 in Wertheim und Ortschaften

→ Wahlergebnisse Europawahl 2019 in Wertheim

→ gesamte Wahlergebnisse Kreistagswahl 2019 in Wertheim und Ortschaften

→ Wahlergebnisse Kreistagswahl 2019 in Wertheim

→ gesamte Wahlergebnisse Gemeinderatswahl 2019 in Wertheim und Ortschaften

→ Wahlergebnisse Gemeinderatswahl 2019 in Wertheim

→ alle Informationen und Ergebnisse zur Wahl in Wertheim

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Dialekttagung im Neuen Schloss in Stuttgart

Von und mit Nadine Strauß

Dertingen/Stuttgart. Für vergangenen Freitag hatte der Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg zu einem Dialektsymposium ins Neue Schloss geladen. Eine Bestandsaufnahme sollte es werden und es war den Organisatoren wichtig, dass nicht nur die Schwaben zum Zug kommen, sondern auch die Allemannen, die Pfälzer und die Franken.

Ein Vertreter dieser Gattung durfte ich sein, worauf ich ein bisschen stolz bin. Als vor vier Wochen die Einladung von Herrn Kretschmann persönlich – mit geprägtem Landeswappen und persönlichem Anmeldecode – in meinem Briefkasten lag, war ich schon ziemlich beeindruckt.

Der erste Teil des Programmes fand im Weißen Saal statt. Nach der Begrüßung durch den Ministerpräsidenten, der sein Schwäbisch schon im normalen Leben und gerade an diesem Tag nicht unterdrücken will, stand Dodokay auf der Bühne. Ein Kabarettist, der für seine auf schwäbisch synchronisierten Filmszenen bekannt wurde. Er sprach davon, welche Vorteile es haben kann, Dialekt zu sprechen. Angenommen, man wird abgehört, von der NSA zum Beispiel. Wenn da zwei Spione in irgendeinem Übertragungswagen sitzen und kein Wort verstehen und der eine zum anderen sagt: „What the f*** is a Brestling?“ (Was um Himmels Willen ist ein Brestling?) (Brestling = besondere Form der Walderdbeere) Der Einstieg in die Tagung war schonmal gelungen.

Da können die mit ihrem Hochdeutsch doch daheim bleiben

Herr Kretschmann selbst sprach davon, dass Dialekt so etwas wie eine Erkennungsmelodie ist. Und wie viele tolle Worte es gibt, mit denen man sich sehr viel besser ausdrücken kann. Das gilt einerseits für Kraftausdrücke – ein Schâfseggl ist wohl auch ein Schimpfwort, aber doch lange nicht so scharf wie ein Depp beispielsweise. Später am Tag – er war übrigens wirklich wie alle Teilnehmer von 13:30 Uhr bis nach 20 Uhr gemeinsam mit seiner Frau anwesend – brachte er noch ein anderes Beispiel. „D’Aget haget wenn’s taget“ preist er als ein tolles Beispiel für schwäbischen Dialekt, viel schöner als es ein Hochdeutschsprechender jemals ausdrücken könnte – denn da muss es heißen „Agathe baute im Morgengrauen einen Zaun“. „Da können die mit ihrem Hochdeutsch doch daheim bleiben“, sagte Herr Kretschmann mit einem Augenzwinkern.

Es folgten Beiträge von Prof. Dr. Klausmann von der Universität Tübingen, der sich übrigens auch schon vor Jahren um „unseren“ – den nordbadischen – Sprachatlas gekümmert hat. Damals war ein Team dieser Universität in Dertingen und hatte dialektsprechende Bürger befragt. Er nahm sich dem Thema „Diskriminierung“ an. Es ging darum, dass manche Leute vielleicht schlechter eine Arbeit fänden, weil sie Dialekt sprechen, dass ein Kind in der Schule schlechtere Noten zu befürchten habe oder es das Fernsehen für nötig halte, einen Untertitel einzublenden, wenn jemand muttersprachlich spricht.

Wenn die an „Dackel“ brauchen, dann schwätzt der Schwäbisch

Auch die Rollenverteilung in Filmen wurde angesprochen. Später am Tag brachte das jemand so auf den Punkt: „Wenn die an „Dackel“ brauchen, dann schwätzt der Schwäbisch“ Soll heißen: die, die „nicht ganz gebacken“, zurückgeblieben oder einfältig sind, die sprechen im Film dann Dialekt. Schlechten Dialekt übrigens – das kommt auch noch dazu. Die Teilnehmer haben zudem erfahren, dass es in Norwegen seit Mitte des 19. Jhd. ein Gesetz gibt, das verbietet, Kinder zu rügen, wenn sie Dialekt sprechen.

Außerdem kam Frau Prof. Dr. Christen zu Wort. Eine Schweizerin, die uns in den sprachlichen Alltag unserer Nachbarn einführte. Dort käme übrigens niemand auf die Idee, Schriftdeutsch zu sprechen. Dialekt ist völlig salonfähig.

Dialekt in Humor und Kunst

Nach einer kurzen Pause ging es im Mitteltrakt des Neuen Schlosses mit Diskussionsrunden weiter. Man musste sich vorher zu einem Tisch anmelden, bei mir war das „Dialekt in Humor und Kunst“. Mein Treffpunkt war das „Empirezimmer“. Ein toller Raum in einem tollen Schloss, allein das war den Ausflug schon wert. In meiner Gesprächsrunde waren die unterschiedlichsten Leute vertreten: Theaterregisseure, Filmemacher, Opernsänger, Märchenerzähler, Kabarettisten, Musiker, und ein Syrer, der seit drei Jahren in Deutschland lebt und bei Youtube „Schwäbisch für Anfänger“ veröffentlicht.

Hannes und der Bürgermeister

Und dann waren da noch Karlheinz Hartmann und Albin Braig – besser bekannt als Hannes und der Bürgermeister. Zwei Mundartkünstler, die den Durchbruch geschafft haben und mit einer regelmäßigen Sendung im SWR vertreten sind. Aber das war nicht immer so. Albin Braig erzählte von den Anfängen, von einem Bühnenboden, der praktisch keiner war, von seinem Vater, der sagte, ab 10 Zuschauern wird gespielt!, es aber oft keine 10 Zuschauer waren. Mit denen ist man dann ins Wirtshaus und hat ein paar Liedle gesungen. Sie haben keine Werbung gemacht, das wollten sie sich sparen. Ihr Motto war: “Wenn wir gut sind, dann spricht es sich rum, wenn nicht, „varegga solls“. Wie wir heute wissen, ist es nicht verreckt. Er berichtete, dass sie viele Jahre kein Geld hatten und lange Zeit hauptberuflich einen Betrieb führten, weil es sonst nicht zu finanzieren gewesen wäre. Ein schönes Beispiel, dass jeder mal klein anfangen muss.

Im weiteren Verlauf wurden viele Probleme rund um den Dialekt erörtert. Ob es fehlende öffentliche Förderung ist, Zeitungen, die nicht im Dialekt berichten wollen oder Fernsehsender, die dem Dialekt zu wenig Raum geben. Der SWR kam nicht besonders gut weg an diesem Tag. Obwohl – und das habe ich hinterher erfahren – es an diesem Tag auf allen SWR-Kanälen um die Mundart ging.

Alles was im Dialekt passiert, muss immer lustig sein

Man hat auch das Problem angesprochen, dass man als Mundartler nicht ernst genommen wird. Alles was im Dialekt passiert, muss immer lustig sein. Ernste Dinge funktionieren nicht im Dialekt. Dazu muss ich sagen, dass ich mit meinen Wörterbüchern und Hörbüchern sehr froh bin, dass man es humorvoll verpacken kann und es einfach lustig ist. Warum denn auch nicht? Beim letzten Adventsmarkt in Dertingen war ein Teenager bei mir am Stand, blätterte durch ein Wörterbuch und freute sich über das Wort „Ladwercha“ – „das hat meine Oma früher immer gekocht, das kommt auf die Linzertorte“, hat sie gelacht. Das war mal wieder so ein kleiner Moment, in dem ich mich riesig freue. Andererseits habe ich letztes Jahr in Zusammenarbeit mit der Wertheimer Zeitung das Weihnachtsevangelium im Dertinger Dialekt gelesen. Natürlich ist es lustig, wenn „dâs Kiind im Droug leid“ – aber die Ernsthaftigkeit des Textes ist trotzdem nicht verloren gegangen.

So konnte jeder für sich aus den vielen angeschnittenen Themen das herausfiltern, was zu seinen Projekten passte.

Dialektförderung – eine Aufgabe für die Landesregierung

Zurück im Weißen Saal gab es eine Podiumsdiskussion unter dem Titel „Dialektförderung – eine Aufgabe für die Landesregierung“, u.a. mit Ministerpräsident Kretschmann und Vertretern von Wissenschaft, Medien und auch der Schulen. Dieser Schulvertreter ist grundsätzlich auch dafür, dass man dem Dialekt in Schulen in welcher Form auch immer einen Platz einräumt. Viel schlimmer wäre es aber, dass die heutigen jungen Referendare und Lehrer selbst nicht einmal vernünftiges Hochdeutsch sprechen und schreiben können, Satzbau und Grammatik Fremdwörter seien. Er sieht da erst einmal ganz andere grundlegende Probleme, bevor man überhaupt über Dialekt reden sollte. Das hat mir zu denken gegeben.

Ohne irgendeine Förderung

Während dieser Diskussion saß ein Mann neben mir, der sich als Vertreter des Staatsministeriums vorstellte und mich fragte, was denn mein Zugang zur Mundart ist. Ich habe ihm von meinen Projekten erzählt und wir kamen ins Gespräch. Irgendwann fiel mein Satz, dass ich sehr froh darüber war, jemanden mit Tonstudio zu kennen, wo wir das Hörbuch aufnehmen konnten, denn kosten darf so etwas ja auch nichts. Da bekam der Mann große Augen und fragt mich doch tatsächlich, ob ich das denn „ohne irgendeine Förderung“ gemacht habe. Ja natürlich habe ich das ohne Förderung gemacht! Was träumt denn der nachts?

Unter dem Titel „So klingt Baden-Würrtemberg“ ließen namhafte Mundartkünstler den Dialekt lebendig werden. Das war der Abschluss einer sehr interessanten Tagung und eines für mich sehr aufregenden Tages. Ob der Ministerpräsident nun grün oder orange ist, war an diesem Tag völlig egal. Ich finde es toll, dass man sich dem Thema annimmt. Was daraus jetzt wird, steht natürlich auf einem anderen Papier. Aber der Anfang ist gemacht. Besonders viel Fränkisch wurde übrigens nicht gesprochen an diesem Tag, das Schwäbische hatte schon dominiert. Aber man hat uns in Nordbaden nicht vergessen. Auf der Karte kann man sehen, dass wir sogar eine eigene Farbe bekommen haben – das ist doch was.

Dialekt ist wie ein Fußballtrikot – man muss wissen, wo man hingehört.

Abschließend noch ein Zitat von einem der Mundartkünstler: Dialekt ist wie ein Fußballtrikot – man muss wissen, wo man hingehört.

Nadine Strauß
www.weinort-dertingen.de/Dialekt
www.weinort-dertingen.de/weihnachtsgeschichte

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